In der evangelischen Kirche taufen wir traditionell Babys oder kleine Kinder.

Die Entwicklung dieser Tradition hatte auch den Grund, dass man davon überzeugt war: Nur getaufte Kinder dürfen zu Gott und sind vor der Hölle gerettet. Dass Menschen gar nicht getauft sind, konnte man sich jahrhundertelang überhaupt nicht vorstellen. Eine Taufe am Tag der Geburt – oder einen Tag danach – war deshalb lange üblich.

Heute taufen wir immer noch kleine Kinder. Aus der Überzeugung: Gottes Segen gilt von Anfang an. Gottes Segen kann man sich nicht verdienen, man muss nicht groß, gescheit oder sonst irgendwie bedeutend sein – Gottes Segen gilt einfach. Wir sind Gott wichtig, genau so wie wir sind und das ist sein Geschenk an uns. Es gilt von Anfang an!

Wegen der traditionellen Kindertaufe ist ein neuer Gedanke wichtig geworden: Wir Menschen sollten Gottes Segen auch offiziell „annehmen“. Bestätigen, dass wir mit Gottes Liebe und in seinem Namen leben wollen. – Genau das ist der Grundgedanke der Konfirmation. Konfirmation heißt so viel wie Bestätigung. (Die Katholiken sagen „Firmung“ – das ist das gleiche Wort.)

Konfirmation wird meistens im Alter von 14 Jahren gefeiert. Das ist das Alter, in dem man traditionell als erwachsen galt. Eine spätere Konfirmation ist natürlich möglich. Mit der Konfirmation gilt man in der evangelischen Kirche auch heute noch als erwachsen: Man darf Taufpate oder Taufpatin werden und wählen.

Die 13-, 14-jährigen unserer Pfarrgemeinde treffen sich einmal im Monat, um ihre Konfirmation gemeinsam vorzubereiten. Wir reden und diskutieren viel, über den Glauben und was im Leben so wichtig ist. Wir spielen und lachen. Die aktuelle Einladung und die Anmeldung für die Konfirmation sind hier.

Konfirmation feiern wir in Wiener Neustadt zu Christi Himmelfahrt (dieses Schuljahr: 10 Mai 2018).