Der Sommer und die FERIEN stehen vor der Tür. Für viele ist das die schönste Zeit des Jahres. Endlich kann man in den Ferien tun und lassen, was man will. Das wünschen sich nicht nur die Schulkinder. In den FERIEN steckt aber viel mehr als nur ein ungezügeltes Leben. Schon das Wort selber zeigt das an.

FERIEN finden meistens im FREIEN statt: am See oder am Meer, in den Bergen oder auch nur gemütlich im eigenen Garten zu Hause. In Gottes schöner Natur gibt es soviel zu bestaunen und zu bewundern, was wir im Alltag fast gar nicht mehr wahrnehmen. Und wenn wir bewusst ein Teil der Natur sind, lässt uns das auch unser Leben anders sehen und wieder neu erspüren.

Vor allem merken wir, dass auch wir selbst FREI sein dürfen. Wir haben von Gott so unendlich viel bekommen und sind von ihm so reich beschenkt, dass wir uns in seiner Liebe geborgen und sicher fühlen können. Frei von einengenden Grenzen und unüberwindlichen Mauern. Bei Gott sind wir die FREIEN.

FERIEN geben daher auch Zeit zu FEIERN. Die Freude ist wohl der angemessene Dank für Gottes Fürsorge. FEIERN kann man lang oder kurz, in großer Gesellschaft oder für sich selbst.

Und wenn wir noch weiter mit den Buchstaben spielen, entdecken wir das Wort EIFERN – leidenschaftlich eintreten. Auf die Möglichkeiten der Ferien dürfen wir uns mit Herz und Seele einlassen. Denn auch von Gott heißt es, er ist ein eifernder Gott. Dem wir am Herzen liegen und der uns all das ermöglicht.

Natürlich schaffen wir es nicht immer, alles, was wir bekommen haben, bestens ausnutzen. Doch Gott hat nicht von uns verlangt, von Anfang an perfekt zu sein. Er gibt uns Zeit zu REIFEN und REIFEN zu lassen – auf seine Wahrheit hin, in seiner Liebe. Und wir haben dafür nicht nur die Ferien zur Verfügung. Die Ferien sind aber ein guter Zeitpunkt, um damit wieder neu zu beginnen.

Eine wunderschöne Ferienzeit wünscht Ihnen

Angelika Petritsch, Pfarrerin